Alle Insights

Supply Chain im Wandel: KI in der Logistik des Großhandels

Nachfrageprognose, Disposition und Lieferantenmanagement: Erfahren Sie, wo sich KI prüfen lässt und wie ein abgegrenzter Pilot belastbar startet.

2 Min. Lesezeit
Veröffentlicht am 18. Februar 2026Aktualisiert am 23. Juli 2026
Supply Chain im Wandel: KI in der Logistik des Großhandels

Veränderliche Rahmenbedingungen in der Supply Chain

Lieferzeiten, Rohstoffpreise und Verfügbarkeiten können sich kurzfristig verändern. Für Einkauf und Logistik wird damit wichtiger, Annahmen sichtbar zu machen und Abweichungen früh zu erkennen.

KI kann dabei helfen, vorhandene Daten auszuwerten und Auffälligkeiten für die fachliche Prüfung zu priorisieren.

Drei Bereiche, in denen KI geprüft werden kann

1. Nachfrageprognose

Klassische Prognosemodelle basieren auf historischen Durchschnittswerten und Saisonkurven. KI-Modelle können zusätzlich externe Faktoren berücksichtigen: Wetterdaten, Markttrends, Social-Media-Signale und Wirtschaftsindikatoren.

Ob ein Modell genauer arbeitet als die bisherige Planung, muss mit den eigenen historischen Daten geprüft werden. Sinnvolle Messgrößen sind Prognosefehler, Fehlmengen, Lagerwert und Notbestellungen.

2. Intelligente Disposition

Eine KI-gestützte Disposition kann auf Basis definierter Daten veränderliche Bestellzeitpunkte und -mengen vorschlagen. Dabei können einfließen:

  • Aktuelle Lagerbestände
  • Offene Bestellungen und Lieferzeiten
  • Prognostizierte Nachfrage
  • Lieferantenperformance
  • Saisonale Schwankungen

Fraunhofer IML beschreibt für die dynamische Bestandsplanung, wie Nachfrageverläufe und Wiederbeschaffungszeiten in die Bestandskalkulation einfließen.

3. Lieferantenmanagement

KI kann Liefertreue, Qualitätsmeldungen, Preisveränderungen und bestätigte Termine gemeinsam auswerten. Auffällige Abweichungen werden früher sichtbar. Ob daraus ein belastbares Risiko folgt, entscheidet weiterhin der Einkauf.

Die Prozessseite zu Einkauf und Beschaffung zeigt, wie Bedarf, Lieferantenanfrage, Freigabe, Bestellung und Folgebelege in einem abgegrenzten Pilot zusammengeführt werden können.

Ein Pilot mit belastbarer Messung

Wählen Sie einen abgegrenzten Prozess, etwa die Prognose für eine Warengruppe oder die Terminüberwachung eines Lieferanten. Halten Sie vor dem Pilot fest, welche Daten verfügbar sind und welche Entscheidung verbessert werden soll.

Vergleichen Sie anschließend dieselben Kennzahlen für einen historischen und einen aktuellen Zeitraum. Eine Wirkung darf erst dann als Ergebnis gelten, wenn sie aus diesen Daten nachvollziehbar hervorgeht.

Der Conveso-Ansatz

Wir starten mit Ihrer Supply Chain und den vorhandenen Messwerten. In einer strategischen Beratung bewerten wir Prozesse anhand von Aufwand, Datenlage und Risiko und entwickeln daraus einen konkreten Umsetzungsplan.

Unser Supply-Chain-Assessment umfasst:

  1. Prozessmapping: End-to-End-Darstellung Ihrer Lieferkette
  2. Datenaudit: Qualität und Verfügbarkeit Ihrer Datenbasis
  3. Potenzialanalyse: Bewertete Verbesserungsmöglichkeiten mit Annahmen
  4. Arbeitsplan: Priorisierte Schritte und Messgrößen

Fazit

Eine belastbare Lieferkettenplanung verbindet Daten mit der Erfahrung von Einkauf, Disposition und Logistik. KI ist sinnvoll, wenn sie eine konkrete Entscheidung nachvollziehbarer macht und ihre Wirkung im Tagesgeschäft gemessen wird.

Fynn Governatori
Fynn Governatori

Geschäftsführer und Berater für den technischen Fachgroßhandel

Bereit für den nächsten Schritt?

Lassen Sie uns kostenfrei über Ihre Herausforderungen sprechen. 30 Minuten, konkret an Ihren Abläufen.