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Lektion 2 von 2

KI im Unternehmen einsetzen

Wo KI im Unternehmen den größten Hebel hat

Nicht jeder Prozess profitiert gleich stark von KI. Die größten Effekte entstehen dort, wo drei Bedingungen zusammentreffen:

  1. Hohes Volumen: Die Aufgabe fällt häufig an (täglich, stündlich).
  2. Strukturierte oder strukturierbare Daten: Es gibt Eingabedaten, mit denen das Modell arbeiten kann.
  3. Klare Qualitätskriterien: Sie können bewerten, ob das Ergebnis gut oder schlecht ist.

Typische Anwendungsfälle im Mittelstand

Auftragsverarbeitung: Eingehende Bestellungen per E-Mail, Fax oder Telefon werden von KI erkannt, strukturiert und ins ERP-System überführt. Zeitersparnis: 60 bis 80 Prozent.

Produktdatenpflege: KI ergänzt fehlende Attribute, harmonisiert Beschreibungen und ordnet Artikel in Klassifikationssysteme ein.

Kundenkommunikation: Routineanfragen zu Lieferstatus, Verfügbarkeit oder Preisen werden automatisch beantwortet. Komplexe Fälle gehen an den Innendienst.

Dokumentenverarbeitung: Rechnungen, Lieferscheine und Verträge werden automatisch ausgelesen und den richtigen Vorgängen zugeordnet.

Der Unterschied zwischen Automatisierung und Augmentierung

KI kann Prozesse automatisieren (die Maschine arbeitet eigenständig) oder augmentieren (die Maschine unterstützt den Menschen).

Für den Unternehmenseinsatz ist Augmentierung oft der bessere Einstieg: KI liefert Vorschläge, der Mensch entscheidet. Das reduziert Risiken und schafft Vertrauen.

Drei Regeln für den Start

  1. Klein anfangen: Ein Prozess, ein Team, ein messbares Ziel.
  2. Ergebnisse messen: Vorher-Nachher-Vergleich mit konkreten KPIs (Bearbeitungszeit, Fehlerrate, Durchsatz).
  3. Mitarbeitende einbinden: KI-Kompetenz aufbauen, bevor KI eingeführt wird. Genau dafür gibt es diese Akademie.

Wissenscheck

Was ist der wichtigste erste Schritt bei der Einführung von KI im Unternehmen?

Welche Faktoren sind bei der Auswahl eines KI-Anwendungsfalls entscheidend? (Mehrfachauswahl)